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Das historische Zentrum von Amsterdam ist eines der größten der Welt. Der Grachtengürtel aus dem 17. Jahrhundert spiegelt die wirtschaftliche und kulturelle Blüte wider, die Amsterdam zu dieser Zeit durchlebte. Erst zwei Jahrhunderte später erfuhr die bestehende Stadt ihre nächste Erweiterung (z.B. DePijp), was die Wohnungsprobleme aber nicht nachhaltig verbessern konnte. Die desolaten Zustände auf dem Wohnungsmarkt führten Ende des 19. Jahrhunderts zum ersten Wohnungsbaugesetz. Seine erste Anwendung fand es beim Erweiterungsplan Zuid (Süd) von Berlage. Realisiert wurde diese Stadterweiterung von Architekten der Amsterdamse School (Amsterdamer Schule) wie z.B. Pieter Lodewijk Kramer und Michel de Klerk.

Die Bewegung des Neuen Bauens versprach einige Jahre später, kostengünstiger und effektiver den Wohnungsbedarf zu decken. Beispielhaft für das neue Bauen steht der Allgemeine Erweiterungsplan (Het Algemeen Uitbreidingsplan AUP) von 1935, der bis 1960 die Grundlage bildete für das Entstehen der
westlichen Gartenstädte (Westelijke Tuinsteden), Bijlmermeer und Amsterdam Nord. Zur Zeit werden zentrumsnahe ehemalige Hafenflächen entlang des IJ-Flusses in neue Wohn- und Büroquartiere umgewandelt. Das östliche Hafengebiet gilt für diese Entwicklungen als beispielhafte Referenz. Weitere ehrgeizige Stadterweiterungsprojekte entstehen mit der künstlichen Insel IJburg im Osten und der Südachse (Zuidas) in Flughafennähe.

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